Diese
verfügt über alle Möglichkeiten der
Anwendung mechanischer Reize an der Körperoberfläche
und von hier aus auch an darunter gelegenen Geweben-
mit der
Hand oder mit Apparaten. Durch die Erkenntnisse
Heads (1889) über die "Verän-
derungen der Körperdecke bei Erkrankungen innerer
Organe" und Mackenzies (1917)
über die erhöhte Spannung und tiefe Hyeralgesie
der Muskulatur bei Erkrankung
innerer Organe wurde die Entwicklung von Spezialmethoden
der Massage gefördert.
Sie haben den Vorteil eines klaren Aufbaus, einer
festgelegten exakten Griffolge und
der Beschreibung der Reaktionsweise auf spezifische
Gewebe. Somit sind Spezialme-
thoden gut lehrbar.
Für die Massage insgesamt bestand nun die Gefahr
der Zersplitterung, die auch heute noch nicht überwunden
ist. Zur Abgrenzung gegenüber den sich entwickelnden
Spezial-
methoden verwendet man für die übernommenen
Formen der Massage den Begriff " Klassische
Massage". Dank des Wirkens vieler Ärzte
und Wissenschaftler kann man
heute einschätzend von der klassischen Massage
sagen, daß sie wissenschaftlich be-
gründet ist, daß sie befundgerecht durchgeführt
wird, daß sie die Veränderungen der
Körperdecke berücksichtigt und nach wie
vor therapeutisch wichtig ist. |