Das Periost
ist die Knochenhaut. Die Periostbehandlung ist eine
punktförmig angesetzte
"Druckmassage", die an dafür geeigneten
Knochenflächen vorgenommen wird. Die
Behandlung wird mit der Fingerbeere oder dem Knöchel
eines Fingers durchgeführt und
passt sich in der Druckintensität sorgsam den
Besonderheiten des Patienten an.
Die Wirkung der Methode besteht in der örtlichen
Anregung der Durchblutung und der
Zellregeneration insbesondere an den Geweben des
Periosts, vor allem aber in der
reflektorischer Beeinflussung von Organen, die mit
den behandelten Periostflächen
nervlich verbunden sind. Daneben wirkt die Methode
lindernd auf schmerzhafte Krank-
heitsprozesse ein. Da das Schwergewicht der Periostbehandlung
bei der nervalen Be-
einflussung von Funktionsabläufen zu sehen
ist, wird sie in die Methode der Reflex-
therapie eingeordnet. Die ersten Versuche mit der
Periostbehandlung wurden von
Vogler 1928 unternommen. Die Erfahrung, mit der
Periostbehandlung ein hochwirk-
sames Verfahren der Reflextherapie gewonnen zu haben,
bestätigte sich in den folgen-
den 5 Jahrzehnten klinischer und poliklinischer
Anwendung bei zahlreichen Krankheits-
bildern. Die Methode wurde in annähernd 100
Lehrgängen im deutschen Sprachgebiet,
in Holland und in der Sowjetunion an Physiotherapeuten,
Krankengymnasten und
Ärzten weitergegeben und ist Teil des Lehrplanes
medizinischer Fachschulen. |